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Alles rund um Süssstoffe

Alles rund um Süssstoffe

Wie viel Mal sitzen wir im Restaurant noch am Tisch, schauen einen Film im Kino oder geniessen den Feierabend zu Hause auf der Couch, als wir plötzlich diese Lust auf etwas Süsses bekommen? Ziemlich oft. Menschen haben nun mal eine Schwäche für alles, was süss schmeckt. Aber obwohl Süsses kurzfristig äusserst glücklich machen kann, hat der heutige und steigende Zuckerkonsum auch Nachteile. Süssstoffe haben deshalb in der Behandlung von Übergewicht und Fettleibigkeit eine wichtige Rolle eingenommen, indem sie den Zuckerkonsum reduzieren können. Gleichzeitig sind Süssstoffe ein zentrales Instrument in der Ernährung von Diabetikern, um nicht gänzlich auf den süssen Geschmack verzichten zu müssen.

Im heutigen Blogbeitrag geht um das Thema Süssstoffe. Dabei soll kurz diskutiert werden, weshalb es sie gibt und wie sie wirken. Zudem werden persönliche Tipps für den Einsatz in der Fitnessküche gegeben, um euch den gesunden Alltag zu versüssen. Vorweg, dieser Artikel soll nicht den Süssstoff verherrlichen sondern vielmehr über den sinnvollen Umgang damit informieren.

Vom ersten Süssstoff und der „Süssstoff-Prohibition“

1878 wurde der erste Süssstoff namens Saccharin von Chemikern entdeckt. Saccharin wird auf chemisch-synthetischen Weg aus Phthalsäureanhydrid oder aus Toluol hergestellt. Die Süsskraft von Saccharin übersteigt diejenige von Zucker bei Weitem. Saccharin schmeckt ca. 300-500 Mal so stark wie Zucker. Neben Saccharin zählen Aspartam und Cyclamat, welche kurze Zeit später entwickelt wurden, zu den „Süssstoffen der ersten Generation“.

Saccharin war damals im Gegensatz zum Zucker schneller und günstiger zu produzieren und wesentlich einfacher zu transportieren. Durch die neue Konkurrenz im Zuckermarkt bedroht,  protestierten die Zucker-Lobby und die Landwirtschaftsbetriebe gegen die Einführung von Süssstoffen. 1898 wurde daraufhin ein Süssstoffgesetz eingeführt, welches die Produktion, den Import sowie auch die gewerbliche Verwendung von Süssstoffen bestrafte (die sog. Süssstoff-Prohibition).

Es erstaunt also nicht, dass Süssstoffe, insbesondere Aspartam, seit ihrer Entdeckung immer wieder in der Kritik standen und nach wie vor viele Süssstoff-Mythen bestehen. Getränkehersteller reagieren zunehmend auf diese gesellschaftliche Haltung. Dies äussert sich in den Bemühungen von Getränkeherstellern, welche bspw. auf Aspartam in den Light-Getränken verzichten möchten.[1]

Süssstoff Mythen

Es gibt viele Mythen und Scheinwahrheiten über Süssstoffe. Nachfolgend sollen ein paar wenige beispielhaft diskutiert werden.

„Ich süsse nur mit Stevia, weil es natürlich ist
und nicht so chemisch wie andere Süssstoffe“

Seit einiger Zeit erfreut sich der Süssstoff „Stevia“ einer zunehmenden Beliebtheit und profitiert vom Trend hin zu „naturbelassenen Produkten“. Allerdings wird von den Stevia-Befürwortern oft ausser Acht gelassen, dass der Süssstoff auch im Labor in einem chemischen Verfahren hergestellt wird. Würde man mit den Blättern der Pflanze Stevia Rebaudiana süssen, würde es allerdings stimmen, dass Stevia gänzlich natürlich ist. Die in den Läden erhältlichen Stevia-Pulver, -Tropfen und Tabletten sind also auch nicht weniger einem chemischen Verfahren unterworfen als künstliche Süssstoffe. Letztere basieren übrigens auch auf Pflanzenstoffen und Aminosäuren (vgl. Aspartam-Mythos unten).

„Light Getränke beeinflussen den Insulinspiegel“

Ein britisches Forscherteam hat in einem Versuch angeblich festgestellt, dass nach dem Trinken von mit Süssstoff angereichertem Wasser stärkere Hungergefühle auftreten als wenn man die gleiche Menge Wasser trinkt. Seit dem wird propagiert, dass die sogenannte cephalische Insulinreaktion auftritt, weil der Körper denkt er bekomme Zucker. Dies soll anscheinend den Hunger steigern. Jedoch wurde in einer Metastudie festgehalten, dass diese Reaktion nicht auftritt und das Hungergefühl eine rein subjektive Wahrnehmung ist. [1] Auch muss man sich vor Augen halten, dass Diabetiker demnach keine Light Getränke konsumieren dürften, falls Süssstoffe den Insulinhaushalt beeinflussen würden. Diabetiker greifen aber sehr oft auf Süssstoffe zurück, ohne dass bei Ihnen der Blutzucker beeinflusst wird.

„Bei der Verstoffwechslung von Aspartam
 entsteht ein Gift im Körper!“

Man gönnt sich mal wieder eine Cola Light. Nach der Aufnahme wird das Aspartam des Getränks in seine Bausteine, die natürlichen Aminosäuren Asparaginsäure und Phenylalanin und in Methanol aufgespaltet. Die Aminosäuren werden normal wie andere Eiweissquellen verstoffwechselt und das Methanol wird weiter aufgespalten. Methanol wird dabei oft als das gefährliche Abbauprodukt von Aspartam bezeichnet, weil es weiter in Formaldehyd und Ameisensäure umgewandelt wird. Methanol kommt aber nicht nur durch Aspartam in unseren Körper. Vergleicht man Methanolwerte von anderen Lebensmitteln, wird klar, dass die Menge Methanol in 375ml Tomatensaft ca. 5 Mal höher ist. Vielmehr ist etwa gleichviel Methanol in 375ml Orangensaft enthalten wie in 375ml eines Light Getränks.[2]

Einsatz von Süssstoff in der Küche

Die obigen Erläuterungen zu Süssstoffmythen sollen nicht als Freipass für den unbegrenzten Einsatz von Süssstoff gesehen werden. Wie bei allen Lebensmitteln, Nährstoffen und Präparaten „macht die Dosis das Gift“. Ein Expertenkomitee (Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der Welternährungsorganisation (FAO) definiert für alle Zusatzstoffe in Lebensmitteln sogenannte ADI-Werte (ADI = Acceptable Daily Intake = unbedenklicher Tageskonsum). Diese Werte werden

basierend auf allen wissenschaftlichen Studien und Daten zu einem Stoff erhoben. In den Studien wird der als unschädlich ermittelte Wert für einen Tag aus Gründen der Sicherheit nochmals durch den Faktor 100 geteilt. Daraus errechnet sich dann der ADI-Wert. Diese Menge dürfte pro Tag und pro Kilogramm Körpergewicht eingenommen werden. Bei den üblichsten Süssstoffen entsprechen diese Mengen bspw. ca. 200 Süssstofftabletten (!). Deshalb kann Süssstoff in einer sonst vielseitigen und ausgewogenen Ernährung im gesunden Masse sehr wohl eingesetzt werden (wer würde ohnehin auf 200 Süssstofftabletten kommen?)

Nebst den bekannten Süssstofftabletten, welche in Kaffees oder in Tee gegeben werden können, gibt es auch flüssige Süssstoffe sowie mit Süssstoff versetzte Geschmackspulver. Beispielsweise sind hiernach die Flavdrops von Myprotein oder andere flavouring Systeme zu nennen. Bereits wenige Tropfen der Flavdrops (z.B. Erdbeeren Geschmack) reichen, um den eher sauren Magerquark in einen süssen Früchte-Joghurt zu verwandeln. Fügt man noch einige frische Beeren hinzu hat man sich selbst einen süssen Früchtejoghurt gemacht. Alternativ kann man sich das fade, morgendliche Porridge mit ein paar Tropfen der Apfel Flavdrops versüssen (vgl. Bilder). Schliesslich spricht nichts gegen ein paar Tropfen der Vanille Flavdrops im Morgenkaffe, um den Spezialgeschmack aus den Kaffeebohnen zu kitzeln :-).

Somit wünsche ich euch einen süssen Tag und geniesst euren vielleicht bald ordentlich süssen Magerquark am Abend, um den katabolen Teufel zu verjagen ;)

Folgt mir auf Instagram unter www.instagram.com/sitaar, wo ich täglich Rezepte und feine Leckereien poste!

 


[1] Siehe Bloomberg. (2015). Diet Pepsi Dumps Aspartame as Consumer Backlash Hurts Sales. Abgerufen von http://www.bloomberg.com/news/articles/2015-04-24/diet-pepsi-dumps-aspartame-after-consumer-backlash-hurts-sales

[2] Siehe Bellisle, F. & Drewnowski, A. (2007). Intense sweeteners, energy intake and the control of body weight. European Journal of Clinical Nutrition 61, S. 691–700. DOI: 10.1038/sj.ejcn.1602649

[3] Magnuson, B. & Kantor, A. M. (2008). The truth about aspartame. Nutrition and Food Science, College of Agriculture and Natural Resources. Abgerufen von http://www.aboutaspartame.com/pdf/the_truth_about_aspartame_fact_sheet.pdf

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